Sex sells …
18. Dezember 2009 von ralf
Mensch, haben wir lange nichts mehr von uns hören lassen … Ich kann Euch aber sagen: Die zurückliegenden drei Monate waren die stressigsten, die ich seit langem mitgemacht habe. Es blieb überhaupt keine Zeit für irgendwas - geschweige denn für’s Bloggen. So geht’s auf keinen Fall weiter nächstes Jahr …
Also habe ich mich entschieden, mal eine recht witzige Geschichte aus Apples AppStore zu erzählen. Wir haben da für unsere Verlage inzwischen auch rund 40 Bücher veröffentlicht (und ich will mal von den Stilblüten rund um Apple-Zertifikate, Provisioning Profiles und nicht funktionierenden Ad-Hoc-Distributionen nichts erzählen). Unter anderem findet sich dort auch eine App für Christoph Straßers “Pornostern” (erschienen bei Ubooks) - das Buch kennt Ihr ja vielleicht noch aus unserem Podcast oder dem Hausbesuch bei Christoph.
Soweit ist das erstmal ganz normal. Als wir allerdings Apples Abrechnung bekamen, mussten wir uns zunächst schon ein bißchen verwundert umschauen: “Pornostern” ist weit öfter verkauft worden als jeder andere Titel, den wir im AppStore haben. Wobei die Verkäufe aus Ländern wie Australien, USA, Japan, China, Myanmar uns schon stutzig machten.
Warum wird im chinesischen AppStore ein deutsches Buch verkauft? Und warum gerade “Pornostern”?
Dazu ist zu sagen, dass “Pornostern” keine Hardcore-Erotik an sich ist (und wir haben für Ubooks auch Titel gemacht wie “Devot” oder “Die verbotenen Früchte der Wollust”, die da schon noch ein bißchen direkter sind).
Und dennoch ist die Erklärung am Ende ganz einfach: “Pornostern” ist die einzige (!) App im AppStore, die man findet, wenn man nach “Porno” sucht. Sex sells - es stimmt halt doch …
(Ich hoffe, hiermit kein Betriebsgeheimnis ausgeplaudert zu haben. Wobei es mal einen Versuch Wert wäre: Einfach mal für alle Apps als Keyword “Porno” eingeben und beobachten, wie sich die Verkäufe entwickeln …).
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!