Ich zahl’ nix - oder doch?
11. Juli 2011 von ralf

[Update 13.7.2011 (2)] Okay, vielleicht war ich zu schnell, und wahrscheinlich auch ein wenig zu provozierend mit dem Begriff “zensiert” - inzwischen hat sich die buchreport-Redaktion hier gemeldet und versichert, der Artikel sei wieder offline gesetzt worden, um einem anderen aktuellen Beitrag noch etwas mehr zeitliche Präsenz zu geben. Er soll aber heute oder morgen wieder online gehen.
[Update 13.7.2011] Diesen Artikel hatte ich gestern bereits gepostet, dann aber wieder offline gesetzt, weil der Link zum buchreport-Blogbeitrag unten plötzlich nicht mehr funktionierte. Ich dachte zunächst, ich hätte hier auf einen Beitrag verlinkt, der vielleicht noch gar nicht freigegeben war. Deshalb habe ich erstmal diesen Beitrag auch wieder offline gestellt, um ihn dann wieder zu veröffentlichen, wenn auch der referenzierte Artikel endgültig online ist. Aber wie es so ist, die Realität schreibt die interessantesten Geschichten - denn offensichtlich wurde der Artikel zensiert! Er war nämlich sehr wohl online, wurde dann aber wieder aus der Seite entfernt.
Ich zitiere mal aus Wikipedia:
Das Blog bildet ein für Autor und Leser einfach zu handhabendes Medium zur Darstellung von Aspekten des eigenen Lebens und von Meinungen zu spezifischen Themen.
Es geht also um die persönliche Meinung. Offenbar will man hier zwar modern sein und bloggen lassen, aber jede Meinung soll dann doch nicht zugelassen sein … ziemlich inkonsequent (mindestens das) und auch der Sache nicht dienlich, denn Andreas hat Recht: librekas Aktion ist irreführend, aber lest selbst:
Aus gegebenem Anlass: Andreas Köglowitz (ehem. Ubooks, jetzt Unsichtbar Verlag) hat einen sehr treffenden Blogbeitrag im buchreport.blog geschrieben, Thema: libreka! und die aktuelle Konvertierungsoffensive.
Wir haben uns bei der Ankündigung der Aktion Anfang Juni geärgert, damals weil der Börsenverein seiner von vielen Mitgliedern ungeliebten Tochter mal wieder eine neue Identität verpasst hatte und dies mit einer großspurig angekündigten “Wir konvertieren kostenlos”-Aktion unterstreichen wollte. Damals dachten wir: “OK, das ist unfair, weil sich dieser neue Wettbewerber sich - nach all dem verprassten Investitionen der Vergangenheit - ja durch die Beiträge der Mitglieder des Börsenvereins finanziert und somit der Zwang für ein profitables Geschäftsmodell vielleicht nicht so existent ist wie bei Unternehmen, die aus dem laufenden Geschäft Ihre Rechnungen zahlen müssen”. Damit hatten wir es dann aber eigentlich abgehakt, denn wir wollen uns eigentlich auf unser Geschäft konzentrieren und nicht auf das anderer.
Man muss sich dann aber doch nochmal fragen, welche Geschäftspraktiken hier angewendet werden, um sich eine Position im Markt zu erkämpfen, wenn man sich das Angebot ansieht. Zwar verheimlicht libreka! nicht, dass sich die Investition über ein Refinanzierungsmodell rechnen soll, aber dennoch wird groß mit dem Wort “kostenlos” geworben. Das ist es definitiv nicht. “Bauernfängerei” wäre das Mindeste, was mir hierzu einfällt. Mal abgesehen davon, dass es libreka! wahrscheinlich schon gar nicht mehr geben dürfte, wären da nicht die Beiträge des Börsenvereins, die jetzt wiederum dazu genutzt werden ein Geschäftsmodell zu finanzieren. Wettbewerbsrechtlich schon fragwürdig, würde ich denken (Disclaimer: Ich bin kein Jurist).