Axolotl Roadkill oder Axolotl Copykill?
8. Februar 2010 von torsten
Inzwischen sollten es fast alle mitbekommen haben: Die Berliner Autorin Helene Hegemann steht mit ihrem Roman “Axolotl Roadkill” auf Platz 5 der Spiegel-Bestsellerliste und gilt als “literarisches Wunderkind” (sie hat den Roman mit 16 geschrieben) und wird entsprechend gehypt. Soweit so gut.
Nun der Skandal: Das Buch ist geklaut!
Naja, nicht ganz, nur in Teilen. Oder so (ich habs nicht gelesen, nur darüber gelesen). Ok, wir wollen mal nicht übertreiben und einen “Skandal” daraus machen, aber unschön ist es immer, wenn herauskommt, dass sich jemand von jemand anders hat “inspirieren” lassen. In der Musik nennt man sowas samplen oder covern und beide haben was davon, wenn denn der Inspirator vorher gefragt wurde. Das scheint ja hier wohl nicht passiert zu sein. Inzwischen hat sie sich dafür beim Autor von “Strobo” entschuldigt.
Was sagt der Verlag dazu? Hier die Stellungnahme und Presseerklärung des SuKuLTuR Verlags.
Dass diese Tatsache insbesondere im nicht gerade einfachen Buchmarkt Deutschlands Heckmeck erzeugen würde, war ja klar. Und was für ein Rauschen gabs im digitalen Blätterwald heute. Sämtliche deutschen Leitmedien produzierten einen Artikel nach dem anderen. Ganz zu schweigen von etlichen Blogs. Bestimmt war die Hälfte aller Artikel voneinander geklaut… ;-)
Unsere Meinung: Macht euch selbst ein Bild und kauft euch “Strobo” bei readbox ab EUR 6,99! So einfach ist das. Ciao und bis zum nächsten Wunderkind dann.
PS: Wobei ich darauf hinweisen möchte, dass ich - mangels Kenntnissen - keinerlei qualitative Aussage zu “Axolotl Roadkill” machen möchte.
