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Billig ist nicht gut genug

Das wichtigste zuerst: Wir wünschen allen ein glückliches, gesundes, spannendes, erfolgreiches neues Jahr (irgendwie fühlt es sich nicht so an, als sei Silvester erst vor ein paar Tagen gewesen …).

Heute bin ich über ein Zitat gestolpert, dass ich schon fast wieder vergessen hatte und dass schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat (glaubt man den Angaben, dass die Quelle der englische Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph John Ruskin ist - der ist nämlich schon am 20. Januar 1900 gestorben). Dennoch ist es nach wie vor sehr aktuell - und sehr wahr. Und deshalb ist es auch teilenswert:

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen
könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zuwenig zu bezahlen.

Wenn wir zuviel bezahlen, verlieren wir etwas Geld, das ist alles. Wenn wir dagegen zu wenig bezahlen, verlieren wir manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen wir das niedrigste Angebot an , müssen wir für das Risiko, das wir eingehen, etwas hinzurechnen.

Und wenn wir das tun, dann haben wir auch genug Geld, um etwas Besseres zu bezahlen.

In diesem Sinne: Frohes neues Jahr :-)!

[Update 27.11.2011] Hier noch ein weiteres Video , das noch ein bißchen besser zeigt, wie Reader und Display funktionieren:
—-

Heute bei golem.de gesehen:

Ich denke ja immer noch, dass diese Technologie eine echte Alternative zu den heute verfügbaren Displaysystemen ist. Man sieht schon auf dem Video, wie scharf das Bild ist. Zudem vereint es alle Vorteile der heutigen E-Ink-Technologie: Wenig Stromverbrauch und beste Lesbarkeit auch draußen in der Sonne. Darüber hinaus hat es eine Reaktionszeit, die auch Videos und Animationen erlaubt. Und dass dieser Reader umgerechnet “nur” 225 Euro kostet (jedenfalls in Südkorea, wo das Gerät nun auf dem Markt ist) ist auch ein gutes Zeichen. Hoffentlich findet sich ein Importeur, der das Gerät auch nach Deutschland bringt. Ich würde es gerne hier sehen.

Noch ein paar Details? Bitte sehr (von golem.de):

Das Gerät, das die simple Bezeichnung Kyobo E-Reader trägt, ist etwa 17 mal 12 Zentimeter groß, unter 1,3 Zentimeter dick und wiegt knapp 340 Gramm. Der Bildschirm hat eine Diagonale von 5,7 Zoll (14,478 Zentimeter) und eine Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln. Der Bildschirm ist ein Touchscreen, über den das Gerät hauptsächlich bedient wird. Daneben gibt es unter dem Display vier Tasten.

Der interne Speicher hat eine Kapazität von 2 GByte, kann aber über eine Micro-SD-Karte um bis zu 32 GByte erweitert werden. Als Arbeitsspeicher stehen 512 MByte zur Verfügung. Der Prozessor ist ein 1-GHz-Snapdragon S2 von Qualcomm. Das Gerät läuft mit dem mobilen Betriebssystem Android 2.3 alias Gingerbread.

Die Inhalte kommen über USB oder WLAN (802.11 b/g/n) auf das Gerät. Kyobo hat auch einen Onlinebuchshop eingerichtet. Die E-Books können in den Formaten PDF oder ePub vorliegen. Nutzer können aber nicht nur online einkaufen, sondern auch im Internet surfen.

Mehr zu Kyobo (Achtung: die Seite gibt’s nicht auf deutsch oder englisch)

Mehr zu Mirasol

Wir hätten es so drastisch vielleicht nicht formuliert, aber die heutige iBusiness-Meldung hat uns trotzdem gut gefallen ;-)

Readbox macht E-Books zum multimedialen Erlebnis und den App-Store überflüssig

21.09.11 Mit der neuen Entwicklung des EBook-Technologie-Anbieters Readbox können Verlage im epub-Standard E-Books mit interaktiven und multimedialen Inhalten füllen. Die Multimedia-Anwendungen können Verlage anstatt gesonderter Apps direkt als integrierte Bestandteile ihrer digitalen Publikationen über ihre eigenen Handelskanäle für E-Books vertreiben. Damit entfällt die Notwendigkeit den Apple App-Store zu nutzen. Readbox plant sein neues Produkt auf der Frankfurter Buchmesse zu präsentieren.

Seit gestern haben wir in unserem YouTube-Kanal auch die ersten beiden Videos online gestellt. Damit man sich mal besser vorstellen kann, wie sowas denn aussieht. Kostprobe gefällig? Voilà:

Bis zur Buchmesse kommen noch weitere Videos dazu (besonders auf eine freue ich mich noch, aber ich will hier noch nicht zu viel verraten). Insgesamt auf jeden Fall bin ich wirklich sehr gespannt darauf, wie die Reaktion sein wird. Ich finde, wir haben hier etwas ganz starkes entwickelt!

epub kann nichts … oder doch?

Interaktive und multimediale Inhalte wie ein integriertes Memory-Spiel im Kinderbuch sind jetzt auch im epub-Format möglich (Quelle: readbox)

Interaktive und multimediale Inhalte wie ein integriertes Memory-Spiel im Kinderbuch sind jetzt auch im epub-Format möglich (Quelle: readbox)

(Wer nur unsere Pressemeldung lesen will, ist hier richtig)

Vielleicht ist es eine subjektive Wahrnehmung, aber in letzter Zeit wird (wieder) verstärkt über “enhanced” eBooks, Interaktivität und Apps als eBook-Format diskutiert. Mit “normalen” eBooks ist kein Hype mehr zu erzeugen, deshalb zieht die Karawane weiter und sucht sich neue Felder, zurzeit eben “angereicherte” eBooks (ich weiss nicht, welchen der Begriffe “enhanced” und “angereichert” ich schlimmer finden soll…).

Da gibt es nur ein Problem: epub und die anderen eBook-Formate erlauben, wenn überhaupt, die Nutzung multimedialer Elemente nur in sehr, sehr begrenztem Umfang. Interaktivität mit dem Leser/User ist praktisch überhaupt nicht möglich. Also experimentieren einige Verlage mit Apps. Der Vorteil liegt auf der Hand: Viel mehr ist möglich, weil die Funktionalitäten der Reader-Anwendung mitprogrammiert werden. Bei immensen Entwicklungskosten und einem Preisgefüge in den AppStores, bei dem Preise über 1,99 Euro als teuer empfunden werden, ist es quasi unmöglich, mit Apps jemals in die Gewinnzone zu kommen (von der Auffindbarkeit von Büchern im AppStore will ich mal gar nicht reden - der richtige Vertriebsweg für Bücher ist ein AppStore meiner Meinung nach nicht). Übrigens geben die Verlage, die im AppStore aktiv sind, unumwunden zu.

Da trifft es sich doch gut ;-), dass auch wir uns in den letzten Monaten viele, viele Gedanken zu diesem Thema gemacht haben. Das alles aber mit einem grundsätzlich anderem Ansatz: Denn wir sind uns sicher, dass eBooks nur dann funktionieren, wenn der Marketing-Mix stimmt:

Produkt + Preis + Vertriebskanal + Werbung

(zum Thema Werbung komme ich nächste Woche nochmal separat - da haben wir auch noch was in der Pipeline).

Dass das Produkt eBook viel mehr sein kann (und sollte) als eine 1:1-Umsetzung eines Druckwerks, versteht sich von selbst, denke ich. Unter anderem genau dort liegen ja auch die Vorteile eines digitalen Produkts. Aber im AppStore funktioniert das nicht, weil Preis und Vertriebskanal nicht passen. Es muss also dort funktionieren, wo die Zielgruppe ist und wo das Preisniveau stimmt. Der Weg geht also nicht an den “klassischen” eBook-Shops - und damit auch den “klassischen” eBook-Formaten - vorbei.

Also haben wir geforscht, entwickelt, probiert, getestet - und herausgekommen sind Erweiterungen zum Standard-epub-Format, die wir auf der Buchmesse zum ersten Mal live zeigen werden und das wir zunächst zugeschnitten auf iBooks und iPad entwickelt haben. So lassen sich z.B. Vorlesefunktionen für Kinderbücher, zum gerade gelesenen Text passende Geräusche oder interaktive Inhalte wie kontextbezogene Puzzles, Suchbilder, Rätsel und Spiele integrieren (siehe z.B. das Bild oben).

Ebenso sind auf diese Weise Romane realisierbar, bei denen etwa der Leser dem Protagonisten den richtigen Weg zeigen muss, oder Reiseführer, die die Atmosphäre der Reiseziele hörbar machen. Auch der Bewegungssensor des iPad kann einbezogen werden, was tolle interaktive Anwendungen ermöglicht, auch und insbesondere in Kombination mit Apples “Fixed Layout”-Spezifikation.

Wer Lust hat, sich das mal “live” anzusehen und auszuprobieren, der sei gerne eingeladen: Während der Frankfurter Buchmesse stehen wir in Halle 4.1, Stand B 1334.

(Dort informieren wir gerne auch über unsere anderen eBook-Lösungen im Bereich Herstellung und digitaler Verlagsauslieferung).

Hier nochmal der Link zu unserer heutigen Pressemeldung.

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